Wie versprochen soll es in diesem Abschnitt meiner Reise um die Nutzererfahrung bei den Sicherheitskontrollen gehen.

Nach den Vorfällen von 9/11 haben wir aus lauter Angst angefangen uns selbst in unserer Freiheit und Privatsphäre zu beschneiden. Alleine die Tatsache, dass ich alles aus meinen Taschen und aus meinem Handgepäck ausräumen muss, füllt sich für mich entblössend an. Ich meine es ist ja auch nicht umsonst so, dass die meisten Taschen und Kleidungsstücke eben nicht transparent sind. Durch die Handlung des Auspackens oder die Verwendung von transparenten Materialien bringe ich das Innere nach außen und teile damit Dinge mit Menschen, die ich nicht kenne (und wahrscheinlich auch nie wieder sehen werde), was ein Gefühl von Nacktheit und damit einhergehend ein Gefühl von Scham auslöst.

Nachdem man sich bereits für den Inhalt seiner Tasche verantwortlich zeigen musste, kommt es zum Körperscan und zu der nachfolgenden intimen Untersuchung, denn der Scanner reagiert glücklicherweise nicht nur bei Metallen, sondern wird auch von Schweiß ausgelöst, wie mir erklärt wurde. Wie man sich vorstellen kann, war ich nachdem ich 38kg durch London transportiert hab, 18kg davon weiter mit Plastiktüten unter den Armen getragen hab und durch die hohen Temperaturen der letzten Wochen stark verschwitzt. Aufgrund dessen durfte ich besagte Untersuchung in Anwesenheit aller Flughafenbesucher über mich ergehen lassen.

Ich weiß, dass es lange mit dem zweiten Teil der Geschichte gedauert hat, aber aller Anfang ist schwer und ich werde in Zukunft natürlich trotzdem versuchen mehr und zeitiger Blog-Beiträge zu verfassen. ^^ Als nächstes werde ich mich glaube ich mit dem Begriff der Scham auseinander setzen. In Zukunft werde ich mich auch versuchen mehr mit solchen Begrifflichkeiten auseinander setzen. Trotzdem werde ich natürlich weiterhin von Geschichten und Aufälligkeiten wie dieser berichten 😉